Perleberg - alte Hansestadt

Rathaus, Perleberg
Rathaus, Perleberg

Fast komplett erhaltene, großenteils sanierte, etwas museale Altstadt auf einer Insel der Stepenitz.

Bester Tag für einen Besuch: Donnerstagvormittag (Wochenmarkt), am besten zu Fuß. Lebhafter Autoverkehr.

Historische Städte in der Prignitz
Kaufmannshaus, 1525. Foto: J. de Gruyter

Im 13. Jh. durch die Adelsfamilie Gans gegründete Hansestadt, deren Kaufleute im Mittelalter ihre Waren über Stepenitz und Elbe und dann auf der Nord- und Ostsee bis nach Skandinavien brachten. Der Holzhandel, Prignitzer Eichen, die an der Küste für den Schiffbau benötigt wurden, machte Perleberg wohlhabend.

 

Von den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges erholte sich die Stadt erst im 18. Jh. Handwerker aus ganz Europa ließen sich in der Prignitz nieder oder wurden Perleberger Bürger. Das 1839/40 nach Plänen des preußischen Baumeisters F.A. Stüler im neugotischen Stil mit Anklängen an italienische Renaissancepaläste errichtete Rathausneubau erhält Teile des mittelalterlichen Warenhauses, in dem reisende Händler ihre Waren verkauften.

1850 baute Schüler außerdem die dahinterliegende St. Jakobikirche um und errichtete eine neue Turmspitze.

Am Kirchplatz liegen die ältesten Fachwerkhäuser der Stadt – Giebelhäuser mit geschmückten Fassaden aus dem 16. Jh.

Am Großen Markt/Ecke Poststraße befindet sich eine ehemalige Fleischerei & Wursterei von 1905 mit Jugendstilfliesen, die 1897 auf der Brüsseler Weltausstellung gezeigt wurden.

In der zweiten Hälfte des 19. Jh. veränderte sich durch neue Baustoffe, wie z.B. englischer Schiefer, auch das Aussehen der Städte und Dörfer. Fachwerk wurde durch Putz überdeckt,  um ein wertvolleres Steinhaus vorzutäuschen.

Nachdem die Bahnstrecke von Hamburg nach Berlin über Wittenberge gebaut worden war, blieb der wirtschaftliche Aufschwung Mitte des 19. Jh. allerdings bescheiden.

Zu DDR-Zeiten wurde die Altstadt vernachlässigt, die Häuser verfielen. Die Wohnungsnot war groß. Flüchtlinge aus Ostpreußen und dem Sudetenland waren unterzubringen und zudem mussten in den Kaiserlichen Kasernen und am Flugplatz fast 15.000 Angehörige des sowjetischen Militärs untergebracht werden. Nach dem Mauerbau entstanden am Rand der Stadt zudem Neubaublöcke für die Mitglieder und Angehörigen der DDR-Grenztruppen.

 

Architektur

Von den Giebelhäusern des 16. Jh. bis zu den Neubauvierteln der DDR verfügt Perleberg über ein reiches architektonisches Erbe. In der Poststraße befinden sich mehrere Jugendstil-Wohn- und Geschäftshäuser sowie, an deren Ende, das kaiserliche Postamt vom Beginn des 20. Jh. Eine Neorenaissance-Fabrikantenvilla von 1896 in der Wilsnacker Straße wird gegenwärtig restauriert. Dort befand sich bis in die 1920er Jahre eine der größten Lederfabriken Brandenburgs.

Marktplatz

Sanierte Ackerbürgerhäuser aus dem Spätmittelalter (Giebelhäuser) am Kirchplatz.

Kaufmannshaus von 1525 mit in Norddeutschland seltenen geschnitzten Figuren an den Balkenköpfen.

Kaffee und selbstgebackenem Kuchen mit Blick auf Rathaus und St. Jacobi-Kirche in der alten Bibliothek am Großen Markt.

Café Roland (tägl. 9-17h).

 

In der Altstadt schließen die meisten Geschäfte samstags um 12 Uhr.

Bike Sharing-Fahrräder am Bahnhof und am Marktplatz.

 

In der Touristeninformation am Großen Markt sind ausführliche Broschüren zu unterschiedlichen, nicht nur touristischen Themen erhältlich.

(Mo-Fr 10-15h, Sa nachm. geschl.)

Stadtführungen immer samstags.

Stadtrundgang hier herunterladen.

Am Marienplatz ein historisch interessantes Denkmal für die Opfer des Naziregimes (VVN) - Info hier.

Weitere touristische Informationen hier.

Literatur über Perleberg lässt sich hier bestellen:

Weitere Informationen zu den historischen Stadtkernen und der Kulturlandschaft.

Die Informationen über die Geschichte Perlebergs wurden den Broschüren von Martina Hennies, Stadt Perleberg entnommen.

Zur Geschichte der Bäckerstraße, die im 13. Jh. als Straßenmarkt entstanden war, und dem Wandel im 19. Jh. ist eine Information bei der Touristeninformation am Markt erhältlich.

Historische Städte in Brandenburg
Perleberg Altstadt. Foto: A. R. Winter

Die Perle der Prignitz. Urlaub in Brandenburg
Marktplatz Perleberg. Foto: A. R. Winter

Stadtrundgang

Ein bebilderter Stadtrundgang mit ausführlichen Erklärungen der Altstadt und der Neustadt und ihrer Sehenswürdigkeiten und deren Geschichte findet sich in Joachim Nöltes Reiseführer "Prignitz - Ein Wegbegleiter" (erhältlich in der Buchhandlung in der Bäckerstraße).

Gruppenführungen buchbar bei der Stadtinformation.

Jüdischer Friedhof. Foto: J. de Gruyter
Jüdischer Friedhof. Foto: J. de Gruyter

Wittenberge - eine Stadt erfindet sich neu

Von der Ackerbürgerstadt des 19. Jahrhunderts über die Industriestadt des 20. Jahrhunderts bis heute

Wittenberge, im Vorbeifahren. Foto: Susanne Frinke
Wittenberge, im Vorbeifahren. Foto: Susanne Frinke

Wittenberge - damals und heute. Eine Zeitreise in alten Ansichten

wittenberge.de

Bester Tag für einen Besuch:

Mittwoch-/Freitagvormittag (Wochenmarkt), am besten mit dem Fahrrad - oder zu Fuß in einem zweieinhalbstündigen Stadtspaziergang, der alle Sehenswürdigkeiten streift.

Eine Broschüre lässt sich hier herunterladen:

Fahrradvermietung: fahrrad-schukat.de

Bike Sharing-Fahrräder von Donkey Republic am Bahnhof und am Festspielhaus

 

Kunsthistorische Führungen mit erfahrenen, kostümierten Gästeführern, z.B. zu Jugendstil, Industriekultur, oder zum Thema Wittenberge als Ackerbürgerstadt, buchbar über die Internetseite oder bei der Touristeninformation am Paul-Lincke-Platz (Kulturhaus)

(Mo-Fr 9-17, Sa 10-12)

Führungen hier.

 

INFO

 

Cafés

 

Vor der Kaffeerösterei in der Bahnstraße

(Mo geschl.)

 

Bäckerei Grünberg

Prignitzer Bienenstich und Butterkuchen

Bahnstraße

(Mo-Fr 7-18, Sa 7-12)

 

Eiscafé Venezia, nettes familiengeführtes Eiscafé mit Sonnenterrasse am Paul-Lincke-Platz
Gigantische Eisbecher und Eiscocktails

(tägl. 11-18).

 

Im Sommer kommt der Eiswagen in die Neubausiedlungen.

 

An der Elbe

Sonnenuntergang über der Elbe bei Cocktails in der Strandbar der Alten Ölmühle (Mo/Di geschl.)

Urlaub an der Elbe
Wittenberge an der Elbe. Foto: A.R. Winter

Architektur

Architektonische Zeitreise in der Prignitz
Steintor, Wittenberge. Foto: A.R. Winter

Gotisches Steintor (13 Jh.)

Wohnhaus „Alte Burg“ (1669), heute Stadtmuseum

Jugendstilhäuser im Quartier Heisterbusch (1900-1909), am Schillerplatz

Gründerzeit-Häuser im Jahnschulviertel

Jahnschule (1907), Jugendstil

Die Bahnstraße, eine architektonische Zeitreise von der Flaniermeile des frühen 20. Jh. bis zu den Neubauten am Paul-Lincke-Platz, die in den 1970er Jahren die „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ herstellen sollten.

(Paul Linckes "Berliner Luft" hier.)

Kultur- und Festspielhaus (1959)

Eines der mehr als 2000 Kulturpaläste, denen in der DDR eine gesellschaftspolitische Funktion als Schulungsort der Arbeiterklasse zukam.

Virtuelle Tour hier.

Informationen zur Geschichte der Kulturhäuser in der DDR in diesem Audiobeitrag mit der Kulturhistorikerin Simone Hain.

(Simone Hain: Die Salons der Sozialisten. Ch. Links Verlag)

Weitere Informationen und Fotos der DDR-Kulturhäuser hier.

 

Kastanienplatz:

Walter Gropius-Siedlung (Lindenstraße) und

Siedlung „Eigene Scholle (Ahornweg, Lindenweg, Im Pannbusch)

Eine ab 1924 von den Mitgliedern des Bau- und Sparvereins „Vorwärts“ nach Plänen von Walter Gropius gebaute Wohnsiedlung, in der die Beschäftigten des Reichsbahn-Ausbesserungswerkes in Selbstversorgung leben konnten. Die Doppelhäuser standen auf einem Morgen Land und ermöglichten, neben dem Anbau von Gemüse auch das Halten von Schafen, Enten und Schweinen. Interessant ist die freitragende Dachkonstruktion ohne Dachsparren in der sogen. „Zollbauweise“, bei der vorgefertigte Elemente mit geringem Eigengewicht ohne Kran in kurzer Zeit aufgebaut werden können.

 

Ölmühle, ehem. Ölfabrik von Salomon Herz

Der Bau der Ölfabrik durch den Berliner Kaufmann Salomon Herz und der Bau des Wittenberger Elbehafens stellen den Beginn einer raschen Industrialisierung der Stadt dar. Dazu trug auch die Eisenbahnlinie Hamburg – Berlin bei, die auf Drängen des Großaktionärs Herz über Wittenberge und nicht über Perleberg geführt wurde.

 

Hauptzollamt (1819), Wilsnackerstr. 57 (ehem. Herzstraße)

 

Evangelische Kirche (Neogotik, 1872)

 

Zentrum der Altstadt

 

Rathaus (Historismus, 1912)

Zu Beginn des 20. Jh. errichtete die inzwischen selbstbewusste Industriestadt nördlich der Altstadt umgeben von Parkanlagen das neue Rathaus.

Besichtigung möglich. Aussichtsplattform im Turm mit Blick über die Stadt.

Eine virtuelle Führung hier.

 

(Alle o.g. Gebäude sind enthalten in dem zweieinhalbstündigen „Stadtspaziergang“ (Broschüre zum Herunterladen)

DEWAG-Berlin, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons
Nähmaschinenwerk Wittenberge. Foto: DEWAG Berlin

Singer-Nähmaschinenwerk (1904), nordeutscher Backsteinstil

Singer-Uhrenturm (1828) (Mai-Sept, Do-Sa 10-16h)

Führungen mit "Herrn Singer" buchbar in der Touristeninformation.



Bahnstraße. Foto: J. de Gruyter
Bahnstraße. Foto: J. de Gruyter

 

DREHORT

 

Aufgrund seiner zur damaligen Zeit noch intakten Straßenlandschaften wurde Wittenberge nach der Wende häufig als Filmkulisse genutzt.

Christian Petzold drehte hier mit Nina Hoss „Yella“ und „Jerichow“.

 

Der TV-Zweiteiler „Der Verleger“ mit Heiner Lauterbach wurde ebenfalls in Wittenberge gedreht.


Lenzen - eine Reise in die Vergangeheit

Lenzen - ein Städtchen, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint und sich die Entschleunigung an der Ein-Zeiger-Uhr im Turm des Neuen Rathauses von 1713 ablesen lässt.

Urlaub mit Pferd und Hund an der Elbe
Altstadt. Foto: J. de Gruyter

Lenzen ist die älteste und war lange Zeit die bedeutendste Stadt der Prignitz. Im 8. Jh. errichteten hier im Urstromtal der Elbe Slawen eine ringförmige Befestigungsanlage. Nach der christlichen Kolonialisierung der Prignitz errichtet die Adelsfamilie Edle Gans zu Putlitz auf dem Wall eine neue Burg. Im Mittelalter war die Burg im Besitz von Raubrittern.

Nach Pest und Dreißigjährigem Krieg wurde die Stadt zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Poststrecken Berlin-Hamburg und Magdeburg-Hamburg. Der niederländische Admiral Gijsels van Lier setzte sich als Amtmann Mitte des 17. Jh. für Deichbau und regelmäßige Schulbesuche der Bauernkinder ein.

Im frühen 19. Jh. verlor Lenzen aufgrund der Verlegung des Wasserzolls nach Wittenberge und des Landzolls an die Berlin-Hamburger Chaussee (heutige B 5) seine wirtschaftliche Rolle. Allerdings erhielt die Stadt 1874 einen Bahnanschluss an die Bahnstrecke nach Lüneburg, Teil des Plans, Berlin den Zugang zur Nordsee zu ermöglichen. Bis zum 2. Weltkrieg wurde Spargel aus der Prignitz nach Hamburg geliefert.

Mit der Zerstörung der Eisenbahnbrücke bei Dömitz 1945 und nachdem 1948 die Gleise auf ostdeutscher Seite als Reparationszahlung in die Sowjetunion gebracht wurden, war Lenzen von seinem wichtigsten Markt Hamburg abgeschnitten. 1952 wurde die Stadt Sperrgebiet und 1961, nach dem Mauerbau, wurden zahlreiche Familien innerhalb nur weniger Stunden zwangsumgesiedelt. Ein Zugang zur Stadt für Ortsfremde war nur noch mit Genehmigung möglich. Nach Einbruch der Dunkelheit sorgte jetzt der Abschnittsbevollmächtigte dafür, dass in den Häusern keine Fernsehsendungen des Klassenfeindes liefen.

Die Burg wurde ab 1953, nach Enteignung der Eigentümerfamilie, als Parteiveteranenheim genutzt. Heute ist sie  Hotel, Restaurant und Sitz des BUND.

Lenzen, Elbe, Biosphärenreservat
Grundschule. Foto: J. de Gruyter

Und im ehemaligen Bahnhofsgebäude lernen jetzt die Kinder Rechnen, Schreiben und Lesen..

Urlaub mit Pferd und Hund im Biosphärenreservat Elbtalaue
Rathaus. Foto: J. de Gruyter

Lenzens Stadtpfarrkirche mit Teilen einer Arp-Schnittger-Orgel  stammt aus dem 13. Jh. Mehrmals im Jahr finden Konzerte statt.

Im Museum der Burg eine Ausstellung über die mehr als 1000-jährige Stadtgeschichte von Lenzen

Vom Turm der Burg genießt man einen weiten Blick über die Elbeniederung bis nach Höhbeck (Funkmast der Westsender).

Informationen über die Geschichte der Burg hier.

Urlaub in Lenzen an der Elbe
Mauer eines Hauses in Lenzen. Foto: J. de Gruyter

 

Die schmalen Gassen und kleinen Straßen der Altstadt mit ihrem denkmalgeschützten Fachwerkhäusern lassen sich gut zu Fuß erkunden. Zahlreiche Informationstafeln erläutern das alte Stadtbild. Viele denkmalgeschützte verlassene Häuser warten noch auf eine Rettung.

Regelmäßig Führungen durch die Lenzener Altstadt.

Kurze Audio-Beträge über Lenzen und seine Bewohner bei RBB Antenne Brandenburg.

Lenzen ist wenig von Lichtverschmutzung betroffen und es gibt eine Hobby-Sternwarte, wo Mario Grüneberg Beobachtungsabende anbietet.

Weitere touristische Informationen hier.

Ein Besuch auf Burg Lenzen und ein Spaziergang durch die Aue sind hier beschrieben.

INFO

elbe-urlaub.de

Kanufahren in Lenzen
Lenzen. Foto: J. de Gruyter

Biosphärenreservat Elbtalaue, Urlaub mit Pferd und Hund
Alter Hafen. Foto: J. de Gruyter

Dömitz - alte Hafenstadt an der Elbe

Dömitz liegt inmitten einer herrlichen Flusslandschaft im UNESCO Biosphärenreservat umgeben von Elbe, Elde, Löcknitz und Rögnitz, die sich gut mit dem Kanu erkunden lässt.

Touristeninformation hier.

Einige Kilometer elbeabwärts liegt das damals völlig isolierte Dorf Rüterberg, das sich kurz vor dem Mauerfall 1989 zur Dorfrepublik ausrief.

Auf der Elbe, der Elde und den Kanälen verkehren Fahrgastschiffe zu Ausflügen und Rundfahrten.

Radtouren und kombinierte Rad- und Kanutouren (mit Transport) sind buchbar über das Fahrrad-Taxi.

Geführte naturkundliche Wanderungen in der Elbtalaue bei Nicola Mahnke buchen.

Altstadt

Dömitz war zu Beginn des 20. Jh. ein bedeutender Industrie- und Handelsstandort. Aus dieser Zeit stammen schöne Industriebauten aus Backstein, z.B. das ehemalige Wasserwerk in der Werderstraße (heute Feuerwehr).

Restaurierte Altstadt mit kleinen Straßen, Fachwerkhäusern (in der Elbstraße, Torstraße und Am Wall), Fachwerk-Rathaus (1820) und bescheidenen Ziegelhäusern mit schmiedeeisernen Balkongeländern.

Neugotische Backsteinkirche von 1872. Bahnhofsgebäude von 1873.

Ehemaliges Rudolf-Karstadt-Kaufhaus von 1926 gegenüber der Kirche.

Sehr gut erhaltene pentagonale Flachlandfestung (1559-65) an der Elbe (niederl. Spätrenaissance), heute Heimatmuseum.

(Mai-Okt 10-17h, Winter: 10-16h, Mo geschl.)

Stadtrundgang mit Erläuterungen per App bei entdeckerouten.

 

CAFÉS

Scheunen-Café an der Elbe
(nur 14-16h)
Martins Musik Café am Markt
Kaffee, Kuchen, Rock’n’Roll
12-18h
HALT! Hier DDR-Eis! Die Eispiraten in der Altstadt

Softeis nach Originalrezepten

(tägl. 11-18)

Elbaue

Binnendüne

Die Binnendüne bei Klein Schmölen entstand durch die letzte Eiszeit als Teil eines fast 100 km langen Dünengebietes im Urstromtal der Elbe zwischen dem heutigen Wittenberge und Boizenburg. Um eine weitere Versandung der Äcker zu verhindern, wurden zu Beginn des 20. Jh. die dahinter liegenden Kiefernwälder gepflanzt. Bis in die 1970er Jahre reichte das Elbehochwasser noch bis zum Fuß der Dünen.

Beste Reisezeit ist zur Blüte des Sandtrockenrasens.
Man kann am Waldrand entlang bis Pols wandern (ca. 1 Std., dort keine Gastronomie)

Zufahrt über Dünenstraße; hier parken: 53.1241285,11.2889175,523. Hunde anleinen.

Wegbeschreibung hier.


Urlaub an historischen Orten in der Prignitz
Ruine der Eisenbahnbrücke Dömitz. Foto: A. R. Winter

Eisenbahnbrücke Dömitz

Die 1870-73 erbaute zweigleisige Eisenbahnbrücke war mit fast 1 km Länge eine der längsten Flussbrücken Deutschlands und Teil der Bahnstrecke Wittenberge - Lüneburg. 1945 von deutschen Jagdbombern zerstört.

Zufahrt: Südseite der Elbe (auf der B 191 links nach Brandleben abbiegen). Hier parken.

 

INFO

Geschichte der Eisenbahnbrücke.

Über die Wendland-Bahn



Ludwigslust - barocke Residenzstadt

Residenz der Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin
Schloss Ludwigslust. Foto: A. Karbe

Lebhafte Kleinstadt; einzigartige barocke Stadtanlage mit Schloss und Kirche.

Geschichte

Aus einem Jadgschloss im Dörfchen Klenow entstand ab 1756 mit der Verlegung des Regierungssitzes eine geplante Residenzstadt - zuerst Stadtkirche und Schloss, dann die wesentlichen herrschaftlichen Gebäude und danach die übrige Stadt, großenteils durch den Hofbaumeister Joachim Busch.

Für den Transport der Baumaterialien wurde der Ludwigsluster Kanal angelegt, der die Springbrunnen und Kaskaden speist.

Die Blütezeit der herzoglichen Residenzstadt dauerte jedoch nur weniger als 100 Jahre , denn bereits 1837 wurde die Residenz nach Schwerin zurückverlegt und damit endete die Glanzzeit der Stadt.

 

Barockschloss 1772-76 (J. Busch)

Historischer Ballsaal im Mitteltrakt. Verzierungen aus der herzoglichen Pappmaché-Fabrik.

Schlossmuseum Di-So 10-17

Historische Städte
Stadtkirche. Foto: A. Reda

 

 

Stadtkirche 1765-70 (J. Busch)

Eine tempelartige, turmlose Kirche mit dorischen Säulen und überlebensgroßen Apostelfiguren.

Einzigartige Sichtachse über die Kaskaden zum Schloss.

Barockstadt Ludwigslust
Stadtkirche. Foto: A. Reda

 

Am Bassin, zwischen Schloss und Stadtkirche im Oval angeordnet die Häuser der Hofbeamten.

Auf der Grünfläche eine Gedenkstätte und die Gräber der im nahen Konzentrationslager Wöbbelin ermordeten Menschen.

 

Schlosspark

Barockpark im Stil eines englischen Landschaftsparks mit Kaskaden und Wasserspielen.

An den Kaskaden Skulptur der beiden Flussgötter von Rögnitz und Stör.

 

Schloßstraße

Symmetrische Prachtstraße mit zahlreichen historischen Gebäuden.

Häuser am Bassin. Foto: A. Reda
Häuser am Bassin. Foto: A. Reda

Schloßcafé

im Jagdsaal mit Terrasse

Hausgemachte Kuchen & Torten, Sanddornspezialitäten

Di-So 11-16h

 

Alte Wache

im ehem. Wach- u. Arrestlokal

Bürgerliche Küche (10-30€), Torten

Di-Sa 12-22h, So 11-18h.

Schloßfreiheit 8

Häuser am Bassin. Foto: A. Reda
Häuser am Bassin. Foto: A. Reda

Kultur

In Ludwigslust finden zahlreiche kleinere und größere Festveranstaltungen statt.

Programmkino in der Kanalstraße

Stadtkirche. Foto: A. Karbe
Stadtkirche. Foto: A. Karbe
Stadtkirche. Foto: A. Karbe
Stadtkirche. Foto: A. Karbe

INFO

  • Broschüre über einen historischen Rundgang erhältlich bei: Touristeninformation, Schlossstr. 36
  • Ludwigsluster Stadttour (3 km) (auch als App)


Karstädt

Karstädt, ein ehemaliges Angerdorf, entwickelte sich nach dem Bau der Berlin-Hamburger Chausee 1822 und der Eröffnung der Berlin-Hamburger Eisenbahn 1846 zum Standort für Industrie und Handwerk. An der neuen Chaussee entstand bald eine Brauerei, die nach dem Ersten Weltkrieg auch Schnaps, den sogenannten „Karstädter“ herstellte. 1893 eröffnete die Stärkefabrik, 1895 wurde die Sparkasse gegründet, 1900 ein Sägewerk gebaut.

Die heute noch bestehende Haferflockenfabrik „Flocke“ und die Molkereigenossenschaft (2021 gechlossen) entstanden ebenfalls zu dieser Zeit.


Im Ortsteil Premslin finden sich noch einige alte Gehöfte aus dem Beginn des 20. Jh.

Im Ortsteil Postlin arbeitet der einzige noch aktive Hufschmied der Prignitz.

 

Markt:

Dienstagvormittag, Ernst-Thälmann-Platz (an der alten Apotheke)

 

Café:

Bäckerei Ditten

Straße des Friedens (Nähe Bhf)

Prignitzer Streuselkuchen

(Di-Fr 6.30-18h; Sa 6-12h)

Stavenow und die umliegenden Dörfer blieben weiterhin landwirtschaftlich geprägt.

 

Im Dorfkern von Stavenow steht die von privaten Förderern restaurierte Kirchenruine von 1726

(Besichtigung möglich, Tel. 038797 59133)



Barometer. Foto: J. de Gruyter
Barometer. Foto: J. de Gruyter

DAS WETTER

Die Sommer in der Prignitz können inzwischen extrem heiß und trocken sein. Die Auswirkungen der höheren Temperaturen und der Trockenheit zeigen sich tz.B. an den abgestorbenen Fichtenwäldern.

Regenwolken bleiben häufig südlich der Elbe und die plötzlich auftretenden Gewitter gehen mit Sturmböen und Starkregen einher.

 

Der Herbst ist gewöhnlich mild und sonnig.

Nächte sind sternenklar und still.

Informationen bereitgestellt von openweathermap.org

Die Informationen auf diesen Seiten werden zum Nutzen der Besucher der Westprignitz nach besten Wissen, jedoch ohne Garantie für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität bereitgestellt.

Für Hinweise und Ergänzungen sind wir sehr dankbar.